MediaYoga

Yoga für Akteure vor Mikrophon und Kamera

Entspannung

Grundvoraussetzung für absolute Entspannung sind Ruhe und Konzentration.

Aufgeregtheit, Unruhe, Nervosität, wie sie vor Sendungen, Auftritten oder Präsentationen bei Akteuren im Medienbereich fast die Regel sind, beeinträchtigen die Konzentration in hohem Maße. Ein unruhiger Geist ist unfähig zur Konzentration. Wohingegen ein höchst konzentrierter Mensch sich stets in einem Zustand vollkommener Ruhe befindet.

Ein Kernsatz des Yoga lautet: Höchste Konzentration bedeutet vollkommene Entspannung – vollkommene Entspannung ist höchste Konzentration.

Nur in der Unruhe entstehen Fehler, was für nervöse Akteure bedeutet: Sie neigen zu Versprechern und geben insgesamt alles andere als ein souveränes Bild ab. Manche Schauspieler mit möglicherweise intensiver Vorstellungskraft und großer Kreativität vermögen diese Talente nicht voll zur Entfaltung zu bringen, weil sie, meist durch exzessive Lebensweise, unter einer nervösen und instabilen Psyche leiden und daher nicht fähig sind, sich vollständig zu konzentrieren.

An diesem Punkt wird letztlich der Zusammenhang deutlich zwischen erfolgreichem, attraktivem Agieren vor Mikrophon oder Kamera und der Lebensweise des Yoga. Hedonismus, d.h. ein Zuviel an Sinnesvergnügen, führt auf lange Sicht zu Verspannungen, Unsicherheiten und seelischen Schieflagen jeder Art (von den körperlichen Beeinträchtigungen einmal gar nicht zu reden) und bedeutet immer Unruhe im Lebensablauf. Unruhe aber ist, wie dargelegt, der Konzentration abträglich, und somit auch einer gelösten und überzeugenden Vorstellung vor Mikrophon und Kamera.

Wohingegen das Befolgen von Yama und Nyama, so rigoros die Regeln auch erscheinen mögen, stets zur inneren Ruhe und Gelassenheit führt, den Grundvoraussetzungen zu einem ansprechenden Wirken in den Medien.