MediaYoga

Yoga für Akteure vor Mikrophon und Kamera

Lebensweise

Es ist vollkommen ausreichend für den Yoga-Aspiranten, zunächst die ersten beiden Stufen Yama und Nyama ins Auge zu fassen. Es sind Verhaltensregeln (vier Empfehlungen, etwas zu vermeiden und vier, etwas zu tun) für das tägliche Leben, die zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder Situation Gültigkeit besitzen. Allein die Regeln des Yama und Nyama also könnten schon für sich genommen, Kants kategorischem Imperativ gemäß, als „Prinzipien einer allgemeinen Gesetzgebung“ gelten und müßten gleichbedeutend sein mit dem grundsätzlichen Verhaltenscodex einer menschlichen Gesellschaft.

Yama - Nicht lügen, nicht stehlen, nicht gierig sein, nicht andere verletzen.

Nyama - Bescheidenheit, Sauberkeit, Selbstdisziplin, Selbsterforschung

Daß diese strengen Anforderungen in unserer heutigen Zeit nicht gerade opportun sind, leuchtet ein, aber ihre Umsetzung ist insofern logisch und zwingend, als der gesamte Kosmos (Hauptaussage der Yoga-Philosophie) auf Liebe und Wahrhaftigkeit, den Hauptwesensmerkmalen Gottes, beruht. Und so ruht auch die Natur des Menschen, als Ebenbild Gottes, auf eben diesen Pfeilern. Wann immer er also gegen die Grundprinzipien von Liebe und Wahrheit verstößt, handelt der Mensch gegen sich selbst und seine eigene Natur. Er setzt somit negative Kräfte in Gang, die ihm als unangenehmes Schicksal im Leben wieder begegnen.